Johanna

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Da Johanna schon als kleines Kind von ihrem Vater an einen Schamanen verkauft wurde, ist bis heute ihr Familienname unbekannt. Lediglich an ihren Geburtsort konnte sich der Schamane, bei dem sie aufwuchs, erinnern. Er hatte damals in Tulderon Halt gemacht, um nach einem Lehrling Ausschau zu halten, als ihn ein armer Bettler ansprach und ihn bat, sein Kind zu kaufen, da er es nicht mehr ernähren könnte. Der Schamane kaufte das Kind, in der Hoffnung, Profit mit ihm machen zu können. Er hielt Johanna wie eine Sklavin und zwang sie, als sie alt genug war, Schamanismus zu erlernen, damit er Schutzamulette verkaufen konnte.

Achim und Hannes Schwarzkorn kamen bei einer ihrer Forschungsreisen am Haus des Schamanen vorbei und erfuhren von Johanna von ihrem Schicksal. Sie hatten Mitleid und verhalfen ihr schließlich zur Flucht. Da die beiden auf dem Weg zurück nach Tulderon waren, bat Johanna darum, mitgenommen zu werden. Die beiden Pflanzenbauern gewährten ihr schließlich sogar für zwei Jahre Unterkunft, wofür sie im Gegenzug auf dem Bauernhof half.

Da sie den Beiden jedoch nicht auf der Tasche liegen und auch unabhängiger sein wollte, suchte sie sich bald Arbeit in der Stadt. Inzwischen leitete sie die Postbank in Tulderon und lebte unabhängig und selbstbestimmt. Vor einigen Jahren schließlich brach sie auf, um erneut die Welt zu bereisen. Viele Mitbürger hoffen noch heute, sie bald wieder in der Stadt begrüßen zu dürfen.